Bausatzmotoren und Torquemotoren

Bausatzmotoren sind Motoren ohne eigenes Gehäuse und eigene Lagerung. Der Kunde bekommt als Bausatz nur den Rotor und den Stator. Somit kann der Kunde den Motor flexibel in seine eigene Maschine oder Anwendung integrieren. Mehr dazu auf unserer Technologie-Seite "Embedded Motion". In vielen Fällen sind Bausatzmotoren als Torquemotoren ausgelegt. Torquemotoren sind Motoren, dessen Geometrie speziell auf hohe Momente statt auf hohe Leistungsabgabe hin optimiert ist. Die Bauform des Torquemotors ist daher eher kurz mit großem Durchmesser. Damit die Kupferverluste und elektrischen Zeitkonstanten klein bleiben, haben diese Motoren auch mehr Pole als konventionelle Servomotoren. Es gibt eine Reihe von Gründen, diese moderne Antriebstechnik einzusetzen - sowohl für rotatorische als auch für lineare Bewegungen. Beispiele dieser Beweggründe sind:

  • Verzicht auf ein Getriebe d.h. der Torquemotor wird zum „Direktantrieb“
  • hohe Beschleunigungen
  • hohe Dynamik (Verhältnis Max./Min. Geschwindigkeit)
  • bessere Steifigkeit und Dämpfung
  • bessere Genauigkeit bzw. Wiederholbarkeit
  • höhere Zuverlässigkeit
  • hoher Wirkungsgrad
  • gutes, einheitliches Verhalten über einen weiten Temperaturbereich
  • keine Verschleißteile, längere Lebensdauer
  • weniger Lärm
  • Hohlwelle
  • kurze Motorlänge bzw. kleiner Motorquerschnitt
  • Baugröße bzw. -form

Die Hauptmotivation für den Einsatz von Torquemotoren bleibt aber die Servoperformance. Diese ist praktisch immer besser als bei einem konventionellen Servoantrieb mit Untersetzung durch ein getrenntes Getriebe. Die Begründung liegt in der extrem steifen mechanischen Verbindung zwischen Motor und Last, die mit einem Torquemotor realisiert werden kann.

Beispiel eines Torque-Motors als Bausatz.